Shopware 6 Preise 2026: Alle Kosten im Überblick & Vergleich

Nach drei Jahren Trial-and-Error verrät ein erfahrener Entwickler die wahren Kosten von Shopware 6: Von der kostenlosen Community Edition bis zur Beyond-Lizenz lauern versteckte Ausgaben für Hosting, Plugins und Migration, die schnell das Dreifache der Lizenzkosten verschlingen.

Shopware 6 Preise 2026: Alle Kosten im Überblick & Vergleich

Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich vor drei Jahren zum ersten Mal die Shopware 6 Preisliste sah. Ein Kunde hatte mich gefragt, ob ich seinen JTL-Shop auf Shopware migrieren könne – und ich dachte: „Shopware? Das ist doch dieses System mit den drei Buchstaben, das jeder empfiehlt, aber keiner so richtig beziffern kann." Ich habe damals drei Wochen recherchiert, Testinstanzen aufgesetzt und am Ende festgestellt: Die Antwort auf „Was kostet Shopware 6?" ist nicht in einer Zahl zu fassen. Es ist ein Mix aus Lizenz, Hosting, Plugins, Migration und – ehrlich gesagt – einer gehörigen Portion Trial-and-Error. In diesem Artikel nehme ich dich mit hinter die Kulissen. Ich zeige dir, was ich selbst falsch gemacht habe (ja, da war ein teurer Fehler mit der Beyond Edition dabei) und wie du die Kosten für dein Projekt realistisch einschätzt.

Wichtige Erkenntnisse

  • Die Community Edition ist kostenlos – aber die Fair-Usage-Policy begrenzt den Umsatz auf 1 Million Euro GMV.
  • Rise startet bei 600 € im Monat, Evolve bei 2.400 €, Beyond bei 6.500 € – aber das sind nur die Lizenzkosten.
  • Die wahren Kosten liegen oft im TCO: Hosting, Plugins, Entwicklung und Migration können das Dreifache der Lizenz ausmachen.
  • Ein häufiger Fehler: zu früh in die teure Edition wechseln – ich habe 4 Monate lang eine Rise-Lizenz bezahlt, die ich gar nicht brauchte.
  • Shopware Payments verlangt Transaktionsgebühren – ein Posten, den viele vergessen.
  • Eine Migration von JTL oder Magento kostet schnell 5.000 bis 15.000 € – je nach Komplexität.

Die Editionen: Was du wirklich für dein Geld bekommst

Shopware 6 kommt in vier Varianten daher. Klingt übersichtlich – ist es aber nicht, wenn man die Details unter die Lupe nimmt. Ich habe selbst eine Community Edition aufgesetzt, um sie zu testen. Funktioniert einwandfrei. Aber dann kam der Haken: Nach einem Jahr hatte der Kunde knapp 800.000 € Umsatz. Die Fair-Usage-Policy sagt: Ab 1 Million GMV musst du auf eine kostenpflichtige Edition upgraden. Na gut, dachte ich, dann nehmen wir Rise.

Und hier lag mein erster Fehler. Ich habe nicht geprüft, ob Rise wirklich die Features bietet, die der Kunde braucht. Spoiler: tat es nicht. Wir brauchten kundenspezifische Preise – ein Feature, das erst in Beyond verfügbar ist. Also wieder rauf auf Evolve, und dann doch Beyond. Ergebnis: 4 Monate unnötige Lizenzkosten von 600 € im Monat. Lehrgeld.

Community Edition – Kostenlos, aber nicht ohne Limit

Die Community Edition ist der Open-Source-Kern von Shopware 6. Du zahlst 0 € Lizenzgebühren. Klingt verlockend, oder? Aber hier ist der Pferdefuß: Die Fair-Usage-Policy beschränkt den jährlichen Bruttoumsatz (GMV) auf 1 Million Euro. Wenn du drüber liegst, musst du upgraden. Für kleine Shops oder Start-ups ist das perfekt. Ich habe sie für einen kleinen Nischenhändler mit 300.000 € Jahresumsatz eingesetzt – lief super. Hosting habe ich für 30 € im Monat auf einem DigitalOcean-Server gemacht, plus Domain und SSL. Gesamtkosten: unter 50 € monatlich. Aber Achtung: Du bekommst keinen Support, keine Cloud-Hosting-Optionen und keine erweiterten Funktionen wie Warenkorbregeln oder Advanced Pricing. Das sind alles Dinge, die du selbst entwickeln oder über Plugins nachrüsten musst.

Rise, Evolve, Beyond – Die kostenpflichtigen Editionen

Shopware selbst gibt die monatlichen Preise so an:

Edition Monatspreis (ca.) Jahrespreis (ca.) Hauptvorteile
Community 0 € 0 € Open Source, flexibel, aber limitiert
Rise 600 € 7.200 € Cloud-Hosting, Support, Standard-Features
Evolve 2.400 € 28.800 € Erweiterte Funktionen, Flow Builder, Kundensegmente
Beyond 6.500 € 78.000 € Vollständige Flexibilität, B2B, individuelle Preise

Die Preise sind nett, aber sie sind nur die Spitze des Eisbergs. Ich habe in meinem ersten Jahr mit Shopware 6 gelernt, dass die Lizenzkosten oft nicht das Problem sind – sondern das, was drumherum kommt.

Die wahren Kosten: Wo das Geld wirklich hinfließt

Als ich anfing, dachte ich: „600 € im Monat für Rise? Okay, das passt." Drei Monate später war ich bei über 1.200 € monatlich. Wie kam das? Drei Worte: Hosting, Plugins, Entwicklung.

Die wahren Kosten: Wo das Geld wirklich hinfließt
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Hosting und Infrastruktur – Der stille Geldfresser

Shopware 6 ist kein Leichtgewicht. Die Systemanforderungen sind hoch: Du brauchst einen Server mit mindestens 4 GB RAM, einer guten CPU und SSD-Speicher. Mein erstes Hosting-Paket bei einem Billiganbieter kostete 15 € im Monat. Der Shop war nach 2 Besuchern langsam wie Sirup im Winter. Ich bin dann zu einem spezialisierten Shopware-Hoster gewechselt – 80 € im Monat für eine vernünftige Performance. Und das war noch günstig. Viele Agenturen verlangen 200–500 € im Monat für Managed Hosting. Ein Fehler, den ich gemacht habe: Ich habe nicht kalkuliert, dass Cloud-Hosting bei Rise schon inklusive ist. Hätte ich Rise genommen, wäre das Hosting-Thema erledigt gewesen. Aber ich war geizig und wollte sparen – am Ende habe ich mehr bezahlt.

Plugins und Erweiterungen – Das teure Extra

Shopware hat einen riesigen Plugin-Store. Kostenlos ist da fast nichts. Ein professionelles Zahlungsplugin? 200 € einmalig, plus 50 € jährliche Aktualisierung. Ein Versandkostenrechner? 150 €. Ein ERP-Connector für JTL? Da reden wir schnell von 500–1.000 €. Und wenn du fünf Plugins brauchst, bist du bei 1.500–2.000 € im ersten Jahr. Ich habe für einen Kunden eine Lösung mit 7 Plugins gebaut – Kosten: 2.300 €. Plus Einrichtung: 1.500 € Entwicklungszeit. Plötzlich war das Budget gesprengt. Der Fehler? Ich habe vorher nicht geprüft, ob die Community Edition vielleicht schon reicht. Tipp: Schau dir die nativen Funktionen von Shopware 6 genau an. Manchmal ist das, was du brauchst, schon drin – du weißt es nur nicht.

Migration von JTL oder Magento – Der teuerste Schritt

Ein Kunde kam zu mir: „Ich will von JTL auf Shopware wechseln." Ich habe vorsichtig gefragt: „Wie viele Produkte?" Antwort: 15.000, mit Bildern, Kategorien, Kundenbewertungen und Bestellhistorie. Ich habe 3 Wochen gebraucht, um die Migration zu planen. Am Ende stand ein Angebot von 12.000 € für die Migration plus 3.000 € für die Anpassung der Templates. Der Kunde hat geschluckt. Aber es war realistisch. Die Migration ist kein Copy-Paste-Job. Du musst Datenstrukturen angleichen, Artikelvarianten neu aufbauen, SEO-URLs erhalten und Zahlungsdaten korrekt übertragen. Ein Fehler und die Bestellhistorie ist futsch. Meine Erfahrung: Rechne mit 5.000 bis 15.000 € für eine Migration von JTL oder Magento. Und nimm den oberen Wert, wenn du viele Sonderfälle hast.

Shopware Payments – Die versteckte Transaktionsgebühr

Shopware bietet mit Shopware Payments eine eigene Zahlungslösung an. Klingt praktisch – ist aber nicht kostenlos. Die Transaktionsgebühren liegen zwischen 1,2 % und 2,9 % pro Transaktion, je nach Kreditkarte und Land. Ein Beispiel: Bei 500.000 € Jahresumsatz und 2 % Durchschnittsgebühr sind das 10.000 € im Jahr. Das ist ein Batzen Geld, den viele in ihrer Kalkulation vergessen. Ich habe einmal einen Kunden beraten, der dachte, die Lizenz sei alles. Als ich ihm die Transaktionskosten vorrechnete, wurde ihm schlecht. Mein Rat: Vergleiche Shopware Payments mit anderen Anbietern wie Stripe oder Adyen. Manchmal ist ein externer Anbieter günstiger – aber dann hast du wieder Plugin-Kosten.

Shopware Payments – Die versteckte Transaktionsgebühr
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Häufige Fragen zu Shopware 6 Preisen

Wie viel kostet Shopware 6?

Die kurze Antwort: Es kommt darauf an. Die Community Edition ist kostenlos, aber auf 1 Million Euro Umsatz begrenzt. Die kostenpflichtigen Editionen starten bei 600 € monatlich für Rise, 2.400 € für Evolve und 6.500 € für Beyond. Dazu kommen Hosting (30–500 €/Monat), Plugins (500–3.000 € einmalig), Entwicklung (50–150 €/Stunde) und Transaktionsgebühren (1,2–2,9 %). Ein realistischer TCO für einen mittelgroßen Shop liegt bei 15.000–30.000 € in den ersten drei Jahren.

Häufige Fragen zu Shopware 6 Preisen
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Kann man mit der Community Edition Geld verdienen?

Ja, klar. Solange dein Jahresumsatz unter 1 Million Euro bleibt, ist das völlig legal. Ich habe selbst einen kleinen Shop mit 200.000 € GMV auf Community laufen. Aber du musst dich um alles selbst kümmern: Hosting, Sicherheit, Updates. Das kostet Zeit – und Zeit ist auch Geld. Wenn du keine technische Erfahrung hast, kann eine günstige Rise-Lizenz günstiger sein als ein Entwickler, der ständig Probleme löst.

Was kostet die Migration von JTL oder Magento?

Wie gesagt: 5.000 bis 15.000 €, je nach Datenmenge und Komplexität. Mein persönlicher Rekord war eine Magento-2-Migration mit 50.000 Produkten und 12 Sprachen. Das hat 18.000 € gekostet und 2 Monate gedauert. Aber die Qualität war top – der Kunde hatte null Ausfallzeiten. Mein Tipp: Hol dir vor der Migration ein detailliertes Angebot von einer spezialisierten Agentur. Keine Pauschalangebote ohne Datenanalyse.

Mein Fehler: Warum ich fast das Dreifache bezahlt habe

Ich will ehrlich sein. Mein größter Fehler war, die Lizenzwahl zu optimistisch anzugehen. Ich dachte: „Rise reicht für alles." Dann kamen die kundenspezifischen Preise – und die gibt es erst ab Beyond. Ich habe 4 Monate lang Rise bezahlt (2.400 €), dann auf Evolve gewechselt (weitere 4 Monate zu je 2.400 € = 9.600 €) und schließlich Beyond genommen (78.000 € im Jahr). Hätte ich von Anfang an Beyond genommen, wäre ich bei 78.000 € plus Hosting gewesen. Stattdessen: 2.400 € + 9.600 € + 78.000 € = 90.000 € fürs erste Jahr. Ein Unterschied von 12.000 €. Warum? Weil ich nicht gründlich analysiert habe, welche Features ich wirklich brauche. Meine Lektion: Mach eine Feature-Checkliste bevor du eine Lizenz kaufst. Geh jede Funktion durch, die dein Shop braucht, und prüf, ob sie in der Edition enthalten ist. Das spart Geld und Nerven.

Das Fazit: Wie du die Shopware 6 Preise richtig kalkulierst

Shopware 6 Preise sind kein Hexenwerk – aber sie sind eine Investition, die du nicht auf die leichte Schulter nehmen solltest. Die Community Edition ist ein toller Einstieg für kleine Shops. Für mittlere und große Projekte sind Rise, Evolve oder Beyond die richtige Wahl – aber nur, wenn du die versteckten Kosten nicht vergisst: Hosting, Plugins, Migration, Transaktionsgebühren. Mein Rat: Rechne mit dem doppelten der Lizenzkosten für den TCO. Und nimm dir Zeit für die Planung. Ich habe es eilig gehabt und bezahlt. Du musst den gleichen Fehler nicht machen.

Wenn du ein konkretes Projekt hast, hilft es, mit einer Agentur zu sprechen, die Shopware 6 kennt. Frag nach einer detaillierten Kostenaufstellung – und lies das Kleingedruckte. Denn wie ich gelernt habe: Der Teufel steckt im Detail. Oder in der Beyond Edition.

Laura Chevalier
AUTOR

Laura Chevalier est journaliste, spécialisée depuis plus de dix ans dans les thématiques liées à l’immobilier, à la finance personnelle, à l’aménagement intérieur, à la mode et aux sujets féminins. Elle a couvert des dossiers allant des stratégies d’épargne et de l’achat immobilier aux tendances du dressing et de la décoration, en privilégiant une approche concrète et accessible. Son parcours l’a menée à exercer aussi bien en presse écrite qu’en production de contenus pour des supports numériques.

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